
Ein bisschen tritt sie auf der Stelle, die Interleague. Auch am dritten Spieltag gab’s nur Splits, in der Tabelle hat sich an drei Spieltagen im Grunde nichts geändert. Und wir wissen nach dem 8:10/10:7 in Paderborn zumindest eins: Platz 2 und Platz 6 sind nicht mehr in Reichweite. Dritter werden können wir mit ein bisschen Hilfe von Bonn, wahrscheinlicher aber ist es, dass es am kommenden Wochenende gegen die Dohren Wild Farmers nur darum geht, wer in den weiteren Spielen gegen die Niedersachsen wann Heimspiel hat – im Viertelfinale dürften wir Dohren wieder begegnen.
„Chaotisch war’s“, sagte Max Boldt über die Partien in Paderborn. „Ziemlich viele Hits“ – 58 in 17,5 Innings, am Ende ein minimaler Vorteil von einem Run für uns. „Es ist natürlich blöd“, sagte unser Coach, „dass wir im ersten Spiel acht Runs schaffen, aber damit nicht gewinnen. Man darf halt keine zehn zulassen.“ Sein Paderborner Kollege Jendrick Speer wird ähnliche Gedanken zur zweiten Partie haben.Eigentlich ging’s gut los: 1:0 und Bases loaded vor dem ersten Aus, 2:0 und Bases loaded vor dem zweiten. Kein 3:0 vor dem dritten – zwei Strikeouts hielten das Ergebnis knapp, Boldts Error, drei Hits und zwei weitere Schläge weit ins Outfield gaben statt dessen den Untouchables eine 4:2-Führung, die wir wiederum ebenfalls durch einen Fehler und drei Basehits zum 4:4 ausglichen. Zwei Innings waren erst gespielt, Paderborn hatte schon zum ersten Mal den Pitcher gewechselt.
Nur etwas weniger turbulent ging’s weiter: Triple und Single – 5:4 für Paderborn. Ein 2-RBI-Single von Tobias Kuczulaba für Zach Johnson und Lennard Stöcklin – 6:5 für uns. Und 7:5 durch die Doubles von Jeff Hunt und Peter Johannessen, sofort 7:6. Ein Inning – das sechste – ohne Runs, dann das 8:7 für Paderborn gegen den Reliever Ben Briggs, sofort der erneute Ausgleich durch Johannessen. Gegen den Closer Lennard Stöcklin gewannen die Untouchables 10:8.
„Sie sind ganz gut mit unserem Pitching zurechtgekommen“, sagte Boldt. „Auf den Tim Stahlmann hatten sie schon einige Punkte gemacht, das lief im ersten Spiel nicht so gut. Paderborn hatte natürlich auch einige glückliche Schläge, die günstig gefallen sind, obwohl sie sie gar nicht so gut getroffen haben – das gab es aber bei beiden Seiten. Davon muss man bei so vielen Hits ausgehen, da gehört ab und zu Glück dazu. So haben sie gewonnen.“

Wenn wir also auch die Position nicht wesentlich verbessern konnten, haben wir’s geschafft, uns trotz der Personalsorgen (neben den Verletzten Marcel Schulz, Jan-Niclas Stöcklin und Kevin Kotowski fehlte diesmal auch Martin Kipphan) durch die Interleague zu schlängeln. „Wir sind da irgendwo in der Mitte der Tabelle“, bewertet Boldt die Situation, „damit kann man bis jetzt zufrieden sein. Jetzt warten wir die Spiele gegen Dohren ab. Die sind auch sehr gut, haben gegen Haar einmal gewonnen. Falls sie der Gegner in den Playoffs werden, können wir schon mal das Gefühl bekommen, wie man gegen die spielen muss, um ins Halbfinale einziehen zu können.“ Unsere Gäste am kommenden Wochenende werden ähnliche Gedanken haben. cka / Fotos: Tanja Szidat