Zusammenfassung



Für Lennard Stöcklin war’s ein kurzes Wochenende. Zehn Pitches warf der Reliever nur am Samstag, damit machte er ein Aus und kassierte zwei Hits, von denen einer durch den Abbruch wieder annulliert wurde, ein weiterer durch den Donner, der im gleichen Moment durchs Donautal schallte, in dem Marcel Jiménez‘ Schläger den Ball traf – das Spiel war schon unterbrochen, bevor der Ball am Boden war. Am Freitag hatte Stöcklin sogar nur einen einzigen Pitch geworfen, Tim Stahlmann hatte erneut begonnen.
„Und er hat seine Sache sehr gut gemacht“, lobte Boldt den Nationalspieler – nicht mal wegen der sechs Strikeouts in Folge im vierten bis sechsten Innings; die Serie war dem Coach gar nicht bewusst. „Die vier Runs, die es gegen ihn gab, waren alle unearned“, sagte Boldt. „Aus der einzigen schwierigen Situation hat er uns rausgerettet. Tim war ja früher schon ein guter Starter für uns. In den letzten Spielen konnten wir ihn wieder aufbauen, was die Ausdauer angeht. Und Lenny ist ein sehr guter Reliever. Wenn wir ihn brauchen, kann ich ihn auch in zwei Spielen bringen und er gibt uns ein paar gute Innings. Und es bleibt eine Option, dass er auch schlägt oder im Feld spielt. Das gibt uns eine größere Flexibilität.“ Als Starter würde Boldt den Allrounder nicht an den Schlag schicken. „Da hatte Lenny schon sehr gute Saison“, sagt der Coach zwar, aber er würde dann ohne Designated Hitter beginnen und hätte nur zwei Kandidaten als Reliever: Timmy Kotowski und sich selbst. „Und bevor ich noch einmal pitche“, sagte Boldt, „muss viel passieren.“